Glutenfreies Brot mit Brotbackautomaten

Viele der Brotbackautomaten auf dem deutschen Markt, bieten glutenfreie Backprogramme an. Was Gluten genau ist und was am glutenfreien Backen so besonders ist, erfahren in unserem folgendem Beitrag über Gluten und das glutenfreie Backen.

Gluten ist ein Klebereiweiß, der sich beim vermischen des Mehls von bestimmten Getreidesorten, bildet. Voraussetzung für die Bildung des Klebereiweißes ist das Vorhandensein von Gluteline im Getreidemehl. Nicht das Mehl aller Getreidesorten besitzt Gluteline.

Gluten ist keinesfalls ein schädlicher Stoff. Vielmehr hat der Klebereiweiß eine sehr wichtige Bedeutung für die Backeigenschaften von Mehl. Aber ähnlich wie bei der Unverträglichkeit von Milchprodukten, kann eine genetisch bedingte Erkrankung dafür sorgen, dass Menschen kein Gluten vertragen. Der Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln kann aber bei Ihnen zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Gluten Sources-1 in Glutenfreies Brot  mit  Brotbackautomaten

 

Gluteline sind in Dinkel, Emmer, Einkorn, Kamut und Grünkern enthalten. Das wäre auch weiter nicht schlimm, den bis auf den Dinkel, dürfte der Rest der Getreidesorten den meisten Verbrauchern unbekannt sein. Handel es sich doch um alte und kaum mehr verwendete Getreidesorten.

Viel schlimmer trifft es die Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit, das Gluteline auch in Gerster, Roggen und Weizen vorhanden ist. Diese Getreidesorten bilden die große Basis unserer Teig- und Brotwaren. Zudem kommt noch das Gluten von der Lebensmittelbranche im großen Maßstab als Emulgator eingesetzt wird. Darum kann auch, wenn die oben genannten Getreidesorten nicht im Lebensmittel enthalten sind, Gluten darin vorhanden sein.

Deswegen ist die Lebensmittelindustrie dazu übergegangen glutenfreie Lebensmittel klar zu kennzeichnen. Deutlich lesbar steht dann irgendwo “glutenfrei” oder “Ohne Gluten” drauf. Nur so kann man als Verbraucher sicher sein kein Gluten zu sich zu nehmen.

Glutenfreie Lebensmittel

Glutenfreie Lebensmittel sind Mais, Reis, Hirse, Soja, Kartoffeln und weitere Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte.

Reine Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier und Nüsse und Mandeln enthalten auch kein Gluten. Auch hier gilt immer nur in Reinform sind die genannten Lebensmittel glutenfrei. Als verarbeitetes Endprodukt, kann sehr wohl Gluten im Produkt vorkommen. Nur wenn es extra gekennzeichnet ist, kann man mit einer Gluten-Unverträglichkeit das Produkt kaufen.

Gluten beim Backen

Bei der Verbindung von Wasser mit glutelinehaltigen Mehlen, kommt es zur Bildung von Gluten. In der Fachsprache nennt man ihn auch Klebereiweiß. Die molekulare Struktur diese Eiweißes gibt dem Teig die Möglichkeit aufzugehen und sorgt später auch dafür, dass das Brot nicht in sich zusammenfällt.

Wenn der Teig beginnt aufzugehen, dann wirken im Teig Gärgase. Diese Gärgase würden ohne Gluten im Teig, einfach aus dem Teigkörper entweichen. Back man nun den aufgegangenen Teig im Ofen, erstarren diese Strukturen und bilden das Innengerüst des Brotes. Das heute allseits bekannt Brotlaib, wäre ohne Gluten nicht möglich.

Gluten ist aber auch nicht zwingend notwendig zum Backen. Andere Brotsorten, wie zum Beispiel die verschiedenen Formen des Fladenbrotes, benötigen bei der Zubereitung kein Gluten. Wie man an der äußeren Form des Brotes auch sieht, geht das Brot nicht richtig auf. Das heißt das Volumen des Brotes ist wesentlich kleiner.

Brotbackautomaten geben dem Verbraucher viele Möglichkeiten zur Brotzubereitung an die Hand. Weil die Glutenunverträglichkeit, so weit verbreitet ist, sollte man auch darauf achten, dass ein “glutenfreies” Backprogramm vorhanden ist.




Bilderquellen:Unold|www.otto.de |commons.wikimedia.org